Erstmals in den letzten 12 Monaten konnte im europäischen Mietpreisindex von Jones Lang LaSalle ein leichtes Plus von 0,3 % für die 24 Indexstädte notiert werden. Das Wachstum zwischen Januar und März 2013 wurde angetrieben durch das Index-Schwergewicht London mit einem Zuwachs von 2,6 %, einem Rekordanstieg in Höhe von 10,5 % in Lyon sowie dem ersten Quartalsanstieg seit 2008 in Dublin (+6,7%) und dem ersten Anstieg seit 10 Quartalen in Frankfurt (+3,0 %). Diese erfreulichen Bewegungen reichten aus, um Rückgänge bei den Spitzenmieten in Warschau (-2,0 %), Mailand (-4,0 %) und Paris (-1,3 %) aufzufangen.
Dorothea Koch für Jones Lang LaSalle GmbH

EUROPÄISCHE NUTZERMÄRKTE
Das konjunkturelle Wachstum in Europa wird durch die Haushaltskonsolidierungen und die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern weiter beeinträchtigt. Die durch die Zypernkrise und die ergebnislosen Parlamentswahlen in Italien verstärkten Unsicherheiten, die die Fortschritte der dringend benötigten Haushaltsreform gefährden könnten, haben sich in einem schwächer werdenden Geschäftsklima niedergeschlagen. Das belastet die europäischen Büroflächenmärkte unterschiedlich stark und mit unterschiedlichen Auswirkungen.
MIETPREISINDEX IM 1. QUARTAL POSITIV
Diese von Markt zu Markt variierenden Entwicklungen führen dazu, dass aggregiert die Abwärtsentwicklung des europäischen Mietpreisindexes von Jones Lang LaSalle im 1. Quartal zum Stillstand gekommen ist. Erstmals in den letzten 12 Monaten konnte ein leichtes Plus von 0,3 % für die 24 Indexstädte* notiert werden. Das Wachstum zwischen Januar und März 2013 wurde angetrieben durch das Index-Schwergewicht London mit einem Zuwachs von 2,6 %, einem Rekordanstieg in Höhe von 10,5 % in Lyon sowie dem ersten Quartalsanstieg seit 2008 in Dublin (+6,7%) und dem ersten Anstieg seit 10 Quartalen in Frankfurt (+3,0 %). Diese erfreulichen Bewegungen reichten aus, um Rückgänge bei den Spitzenmieten in Warschau (-2,0 %), Mailand (-4,0 %) und Paris (-1,3 %) aufzufangen. In den übrigen 17 Indexmärkten blieben die Spitzenmieten im 1. Quartal unverändert. Gegenüber dem Plus im Dreimonatszeitraum schlägt – gemessen am Jahresniveau – weiter ein negativer Indexwert von -0,9 % zu Buche. Allerdings schwächte sich der sukzessiv negative Trend aus 2012 (von – 0,1 % über – 0,5 % bis -1,5 %) zumindest ab. Im Verlauf des Jahres notierten acht der 24 Index-Märkte einen Anstieg der Spitzenmieten, angeführt von Lyon (+16,7%), acht Märkte mit Mailand an der Spitze (-9,4%) einen Rückgang. In ebenfalls acht Märkten blieben die Spitzenmieten unverändert.
Die Heterogenität bei der Performance der Vermietungsmärkte in EMEA spiegelt sich in der Immobilienuhr von Jones Lang LaSalle wider, die in allen vier Quadranten Märkte auflistet – mit einer Trendwende gegenüber dem Vorquartal für Frankfurt und Dublin, die sich vom Verlangsamten Mietpreisrückgang zum Beschleunigten Mietpreiswachstum vorgeschoben haben sowie Paris und Warschau mit einer Verlagerung vom Verlangsamten Mietpreiswachstum zum Beschleunigten Mietpreisrückgang. Obwohl in einigen südeuropäischen Märkten weiterhin das Risiko von Mietpreisrückgängen besteht, sind diese Märkte beinahe an der Talsohle ihres Zyklus angelangt. Relativ gesunde Märkte wie in Deutschland und Skandinavien haben zwar im Jahresvergleich an Vermietungsdynamik verloren, haben jedoch in Anbetracht der eindeutigen Verknappung an qualitativ hochwertigen Immobilien in Core-Lagen weiterhin ein Mietpreiswachstums-Potential.
Aggregiert wird für 2013 in Europa ein leicht positives Mietpreiswachstum erwartet.
UMSATZVOLUMEN AUF VORJAHRESNIVEAU
Nach einem starken Jahresabschluss 2012 und erwartbar saisonal-üblicher Schwäche am Anfang eines Jahres liegt der Büroflächenumsatz in den ersten drei Monaten 2013 mit 2,3 Mio. m² zwar um 24% niedriger als im letzten Quartal (Q4 2012: rund 3 Mio. m²), im 1-Jahresvergleich bewegt er sich aber auf Vorjahresniveau und damit nur 7 % unter dem 10-Jahresdurchschnitt der ersten Quartale.
Stark beeinträchtigt wurde das Ergebnis in Westeuropa (-5 % gegenüber Q1 2012) durch ein sehr schwaches Umsatzvolumen in Paris mit einem Rückgang im Jahresvergleich von 25% – gemessen an der absoluten Vermietungsleistung das schwächste erste Quartal seit 2004. Auch die niederländischen Märkte und Mailand, die weiterhin von den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise in Mitleidenschaft gezogen sind, zeigten wenig erfreuliche Entwicklungen. Die Umsatzeinbußen in Stockholm und einigen deutschen Immobilienhochburgen sind allerdings eher auf die Abschwächung gegenüber einer außergewöhnlich starken Aktivität im ersten Quartal des Vorjahres und im Gesamtjahr 2012 zurückzuführen. Die genannten Entwicklungen konnten auch durch die bemerkenswerte Erholung in Madrid (+184%) oder beträchtliche Zuwächse in London (+40%), Brüssel (+89%) und in kleineren Märkten wie Lyon (+73%) und Dublin (+78%) nicht ausgeglichen werden.
In Mittel- und Osteuropa (CEE) legten bis auf Warschau (-6 %) alle untersuchten Märkte im Jahresvergleich zu. Aggregiert lag das Plus bei 13%. Während Budapest (+35%) und Prag (+24%) Zuwächse zeigten, wenn auch ausgehend von niedrigem Niveau, konnte Moskau sein gutes Ergebnis vor einem Jahr noch einmal toppen (+15%).
Insgesamt sind es auslaufende Mietverträge und deren Neuverhandlung durch stark kostenorientierte Nutzer, die die Vermietungsmärkte insbesondere beherrschen. Miet-Optionen werden vom …
* Der Index umfasst die Städte Amsterdam, Barcelona, Berlin, Brüssel, Budapest, Den Haag, Dublin, Düsseldorf, Edinburgh, Frankfurt, Hamburg, London, Luxemburg, Lyon, Madrid, Mailand, Moskau, München, Paris, Prag, Rotterdam, Stockholm, Utrecht und Warschau.
… bitte lesen Sie hier den Bericht zur europäische Büroimmobilienuhr Q1 2013 weiter und erhalten mehr Informationen
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