- Energie-Szenario 2020: Versorgungslücke wird geringer als erwartet
- Stärkerer Zuwachs an Windenergie
- Einsatz von “Brückentechnologien” trotzdem unvermeidbar
Der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Stromerzeugung wächst stärker als noch im November 2007 prognostiziert. Deshalb haben die HypoVereinsbank (HVB) und das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) in der zweiten Auflage ihrer Studie “Power für Deutschland – Energieversorgung im 21. Jahrhundert” ihre Prognose für die durch den Ausstieg aus der Kernenergie mögliche Stromlücke von 16,5 Prozent auf 15,5 Prozent nach unten revidiert. Erneuerbare Energien werden im Energie- Szenario 2020 den Ausfall an Stromerzeugung also stärker kompensieren als erwartet. Allein der Anteil des mit Windenergie erzeugten Stroms hat sich von fünf Prozent in 2006 auf 6,5 Prozent im vergangenen Jahr erhöht. Der Einsatz neuer Gas- und Kohle- Kraftwerke mit CO2-Abscheidung als Brückentechnologie sei jedoch nicht zu umgehen, um die nach wie vor erhebliche Deckungslücke von 15,5 Prozent schließen zu können, so der Tenor der Studie. Weitere Informationen im Internet unter www.hvb.de/erneuerbareenergien.
In der neuen Prognose für das Jahr 2020 wird auch die Anzahl der Beschäftigten im Bereich Windenergie, Photovoltaik und Biomasse von 466.000 auf 470.000 Menschen nach oben revidiert. 2007 waren hier 220.000 Beschäftigte tätig (2006: 187.000). Das bis 2020 prognostizierte Investitionsvolumen liegt bei 87 Milliarden Euro, so ein weiteres Ergebnis der Studie von HWWI und HypoVereinsbank.
Windenergie: Prognose für Anteil an der Gesamtstromproduktion erhöht
Angesichts der explodierenden Preise für Öl und Gas hat Bundesbauminister Tiefensee kürzlich mit einem Raumordnungsplan den Weg für den Bau von bis zu 30 Offshore-Windparks (Windkraftanlagen auf See) freigemacht, um bis zum Jahr 2030 zusätzlich 25.000 Megawatt Windstrom zu erzeugen. Die Studie von HVB und HWWI weist allerdings auf die noch vielfältigen Probleme u.a. bei der Technik, bei der Netzanbindung und bei Versicherungsfragen hin.
Die mit Hilfe des Windes erzeugte Strommenge soll nach einer Prognose des Bundesumweltministeriums bis 2020 um 165 Prozent steigen. Windkraft wird im Jahr 2020 einen Anteil von 13,6 Prozent an der gesamten deutschen Stromproduktion erreichen, heute sind es 6,5 Prozent. “Auch hier haben wir unsere Prognose für 2020 nach oben revidiert”, sagte Lutz Diederichs, Leiter der Firmenkunden Divison der HVB. “Im November letzten Jahres lag dieser Prognosewert …
(Quelle: HypoVereinsbank Pressemitteilung)
























